UG Gründung

UG gründen – so wird es ein Erfolg

Sie haben eine tolle Geschäftsidee, sogar der Businessplan für die Firma steht schon – doch Ihnen fehlt das Geld für die Gründung einer GmbH? Dann könnte die Unternehmergesellschaft (UG) die Lösung sein. Sie bietet die Vorteile einer Kapitalgesellschaft – erfordert dabei aber nur ein geringes Startkapital. Denn wenn Sie eine UG gründen wollen, reicht bereits ein Euro als Stammkapital. Doch für manche könnte die UG auf den zweiten Blick doch nicht so attraktiv sein, wie es zunächst scheint.

 

Lesen Sie hier, was eine UG ausmacht, wo die Vor- und Nachteile liegen, welche Schritte Sie bei der Existenzgründung gehen müssen und noch vieles mehr, das Ihnen bei der Gründung einer UG helfen kann.

 

 

Sie lesen richtig: Die UG ist lediglich eine spezielle Form der erfolgreichen GmbH, aber streng genommen keine eigene Rechtsform. Der wichtigste Unterschied zwischen UG und GmbH besteht in der Höhe der Stammeinlage. Ist für die GmbH ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro vorgeschrieben, lässt sich schon mit einem Euro Stammkapital eine UG gründen. Deshalb wird die UG landläufig auch gern als 1-Euro-GmbH oder Mini-GmbH bezeichnet.

Die Unternehmergesellschaft hat eine kurze, aber jetzt schon erfolgreiche Geschichte. Im Zuge der Modernisierung des GmbH-Rechts wurde die Gründung 2008 möglich. Hintergrund damals war das massive Vordringen der britischen Limited in Deutschland, die wie die GmbH die Haftung beschränkt, aber ohne Mindestkapital auskommen kann. Gerade junge Existenzgründer, die über wenig oder gar kein Startkapital verfügten, sahen im britischen Modell ihre Chance, obwohl sie damit auch britischen Bestimmungen unterlagen. Die Einführung der UG war damals die richtige Antwort. Die Limited wurde zum Auslaufmodell und schon innerhalb der ersten vier Jahre entstanden rund 100.000 Unternehmergesellschaften.

Bevor es gleich ins Detail geht, noch ein kurzen Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile der UG gegenüber anderen Rechtsformen

 

 

  • Geringes Startkapital: Wie schon oben erwähnt, reicht im Unterschied zur GmbH ein Euro als Stammkapital.
  • Geringere Gründungskosten: Auch die Gründung selbst ist meist preisgünstiger zu haben als bei einer GmbH, vor allem bei Verwendung eines Musterprotokolls.
  • Haftungsbeschränkung: Die UG ist eine Kapitalgesellschaft, Gesellschafter haften nur in Höhe des Stammkapitals. Das private Vermögen von Gesellschaftern bleibt unangetastet, im Unterschied zu Personengesellschaften wie der GbR.

 

 

  • Rücklagenbildung: Eine UG muss jedes Jahr mindestens ein Viertel ihres Gewinns (25 Prozent) als Rücklage bilden.
  • Stammkapital nur als Geldleistung: Bei der GmbH-Gründung sind auch Sacheinlagen erlaubt, um das Mindeststammkapital zu erreichen.
  • Schlechteres Ansehen als eine GmbH: Die UG muss im Namen immer den Hinweis (haftungsbeschränkt) führen. Für Banken und Lieferanten kann das eine geringere Kreditwürdigkeit bedeuten. Ansehen muss sich hier also härter erarbeitet werden als bei einer GmbH oder gar einer AG.
  • Hohe Anforderungen wie bei der GmbH: Auch wenn die UG nur eine kleine GmbH ist, greifen die recht strengen Regeln der GmbH. So müssen zum Beispiel Jahresabschlüsse veröffentlicht werden und eine doppelte Buchführung gemacht werden.

 

 

Wer eine UG gründen will, braucht zwingend drei Dokumente, die von einem Notar beurkundet bzw. beglaubigt werden müssen. Das sind:

  • Gesellschaftsvertrag: Das ist so etwas wie die Verfassung der Firma, auch Satzung genannt. Darauf wird weiter unten detailliert eingegangen.
  • Geschäftsführerbestellung: Die Ernennung eines oder mehrerer Geschäftsführer.
  • Gesellschafterliste: Hier sind alle Gesellschafter aufgeführt inklusive der Angabe ihrer jeweiligen Stammeinlage, also ihres jeweiligen Anteils am Stammkapital.

Wie wir gleich sehen werden, gibt es auch die Möglichkeit „Alles in einem“. Das heißt dann Musterprotokoll.

 

 

Für ganz einfache Fälle der Gründung einer UG reicht manchmal sogar das Musterprotokoll. Diese Mustersatzung stellt der Gesetzgeber im Internet zum Herunterladen bereit. Auf nur einem Blatt Papier sind alle drei Dokumente enthalten: Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste.

Vorteil hier: Es ist auf den ersten Blick einfach, und die Notarkosten sinken um mehrere hundert Euro im Vergleich zur „kompletten“ Variante.

Doch es gibt auch einige Nachteile: So sind im Musterprotokoll wirklich nur die allernötigsten Informationen enthalten und es sind auch keinerlei individuellen Ergänzungen erlaubt. Desweiteren darf es in einer Mustersatzung maximal drei Gesellschafter und einen Geschäftsführer geben. Abgesehen davon können selbst in einem solch vermeintlich einfachen Dokument Fehler passieren. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich das UG-Gründungspaket. Denn dann schaut sich ein auf Gesellschaftsrecht spezialisierter Rechtsanwalt das Musterprotokoll an.

 

 

In diesem Vertrag geben sich die Gesellschafter selbst ihre Rechte und Pflichten für ihre zu gründende UG vor. Verbindlich sind nur vier Punkte in dieser Satzung:

  • Firma und Sitz der Gesellschaft: Ganz klar, die Firma braucht einen Namen. Hier gilt es zwei Dinge zu beachten. Dem eigentlichen Namen muss der Nachsatz „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ folgen. Am sperrigen Begriff „haftungsbeschränkt“ kommen Sie nicht vorbei, Abkürzungen sind nicht erlaubt. Zudem sollten Sie auch beim Namen vorsichtig sein. Er muss sich deutlich von bereits bestehenden Namen unterscheiden und darf natürlich keine Markenrechte verletzen. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn sie das von der örtlichen IHK prüfen lassen. Ein Service, der im Premium-UG-Gründungspaket von felix1.de schon enthalten ist. Dann braucht die UG noch eine Adresse in Deutschland für den Firmensitz.
  • Gegenstand des Unternehmens: Erklären Sie hier in Kürze, was Sinn und Zweck Ihres Unternehmens ist. Allgemeinplätze wie „Handel mit Waren jeglicher Art“ sind nicht erlaubt, andererseits müssen Sie auch nicht zu sehr ins Detail gehen. Denn wenn Sie das tun, müssen Sie später bei eventuell neu hinzukommenden Geschäftsfeldern den Vertrag Ihrer Gesellschaft ändern, was zusätzliche Kosten erzeugt.
  • Betrag des Stammkapitals: Hier ist jeder Betrag ab einem Euro bis maximal 24.999 Euro erlaubt. Wenn Sie einen höheren Betrag als Einlage wählen sollten, müssten Sie gleich eine GmbH gründen. Wichtig: Eine Gründung ist erst möglich, wenn das Stammkapital in voller Höhe eingezahlt wurde. Sacheinlagen sind im Unterschied zur GmbH nicht erlaubt.
  • Zahl und Nennbeträge der Geschäftsanteile, die jeder Gesellschafter gegen Einlage auf das Stammkapital übernimmt: Hier wird geklärt, welchen Anteil jeder Gesellschafter an Stammkapital leistet.

Nach oben ist wiederum alles möglich. Gerade bei mehreren Gesellschaftern müssen alle Eventualitäten im Vertrag erfasst sein, ein Musterprotokoll (das nur diese vier Pflichtpunkte enthält) reicht dann natürlich nicht mehr. Da das rechtlich schnell ans Eingemachte geht, ist rechtlicher Beistand zu empfehlen. Wenn Sie das felix1.de-UG-Gründungspaket buchen, berät Sie ein Rechtsanwalt, der auf Gesellschaftsrecht spezialisiert ist. 

 

 

Eine wichtige Rolle bei der Gründung spielt der Notar. Er beurkundet bzw. beglaubigt nicht nur die wichtigen Dokumente, er ist auch maßgeblich an der Handelsregisteranmeldung beteiligt. Die richtige Wahl ist deshalb nicht unerheblich. Buchen Sie das felix1.de-UG-Gründungspaket, helfen wir Ihnen bei der Suche nach einem passenden Notar.

Doch der Reihe nach: Der Notar wird zu einem festgelegten Termin allen Gesellschaftern und Geschäftsführern den Gesellschaftsvertrag, die Geschäftsführerbestellung und die Gesellschafterliste verlesen. Das geht beim Musterprotokoll schnell, bei einem umfangreichen Vertrag der Gesellschaft kann sich das etwas hinziehen. Stimmt alles, bezeugen die Anwesenden das mit ihren Unterschriften. Zudem müssen die oder der Geschäftsführer bezeugen, dass das Stammkapital eingezahlt wurde – und der Geschäftsführung zur Verfügung steht. Und nicht zu vergessen: Geschäftsführer kann nur werden, wer dafür laut Gesetz erlaubt ist. Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn man in den letzten fünf Jahren wegen Insolvenzstraftaten verurteilt worden ist. 

 

 

Um die Handelsregisteranmeldung kümmert sich wie schon erwähnt der Notar. Er reicht die vorbereiteten Unterlagen ein. Das Gericht prüft die Dokumente – und wenn alles in Ordnung ist, erfolgt die Eintragung ins Handelsregister innerhalb von zwei Wochen. Ab sofort kommt die UG endlich in den Genuss eines ihrer größten Vorzüge: die Haftungsbeschränkung greift. 

 

 

Die Kosten hängen stark davon ab, ob Sie auf das erwähnte Musterprotokoll setzen, oder einen individuellen Gesellschaftsvertrag brauchen. Im ersten Fall können Sie mit 300 Euro hinkommen, im zweiten Fall müssen Sie aber mit rund 800 Euro rechnen. Dieser Betrag lässt sich zwar noch etwas senken, wenn man einige Sachen selbst macht, etwa die Erstellung der Gesellschafterliste. Wir raten aber davon ab, denn wenn Sie eine UG gründen, darf Ihre Devise nicht lauten: „Selbst ist der Mann oder die Frau.“ Zu diesem Zeitpunkt gemachte Fehler lassen sich oft nur mit erheblichem finanziellen Aufwand wieder ausbügeln. Deshalb empfehlen wir die UG-Gründungspakete von felix1.de, mit denen Sie schon ab 99 Euro professionelle Unterstützung erhalten. 

 

 

Einmal kurz durchatmen, denn es warten jetzt noch wichtige Dinge, die nicht vergessen werden dürfen. Dazu gehören die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt, das Finanzamt, die Pflichtmitgliedschaft bei der IHK, aber auch ein Briefkasten mit dem Namen der UG. Achten Sie in dieser Phase zudem besonders auf betrügerische Schreiben, die angeblich vom Amt stammen und zum Beispiel für die Eintragung ins Handelsregister horrende Gebühren verlangen. Bei dieser Masche profitieren die Betrüger davon, dass Einträge ins Handelsregister auch im Internet veröffentlicht werden, sie also korrekte Firmennamen und Adressen haben. 

 

 

Es wurde gerade schon fast beiläufig erwähnt. Das Finanzamt. Womit wir bei den Steuern wären. Die muss eine UG genauso bezahlen wie eine GmbH. So beträgt die Körperschaftsteuer zur Zeit 15,825 Prozent des Gewinns. Fällig werden auch Gewerbe- und Kapitalertragssteuer, wenn die Unternehmergesellschaft Dividenden ausschüttet. Umsatzsteuer gibt es auch noch und wer Angestellte hat, muss sich auch um deren Lohnsteuer kümmern. Ein Steuerberater sollte also immer an Bord sein, am besten natürlich schon in der Gründungsphase. Den perfekt zu Ihnen passenden Steuerberater finden Sie bei felix1.de: Zu den Gründungspaketen gibt es noch die Unternehmerpakete für die UG: das Basis-Paket, das Plus-Paket oder das Premium-Paket für UG, GmbH

 

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