Dienstfahrrad

Seit den gleich lautenden Erlassen vom 23. November 2012 (S 2334 BStBl 2012 I S. 1224) sind der Dienstwagen und das Dienstrad steuerlich gleichgestellt. Das bedeutet, die 1%-Methode kann seitdem auch auf die Privatnutzung von Firmenfahrrädern angewandt werden. Die Folge ist ein Boom der Dienstfahrräder –darunter sieht man viele klassische Räder, aber auch das moderne E-Bike findet seine Abnehmer. Über 200.000 Diensträder sind auf deutschen Straßen und Rad- und Arbeitswegen unterwegs, Tendenz steigend. Und wir reden hier nicht von 199-Euro-Rädern, sondern von hochwertigen Mountainbikes, Rennrädern und E-Bikes – also von Rädern für Fahrradliebhaber.

Das Dienstrad ist ein Paradebeispiel für eine Win-Win-Situation, denn sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer bietet es viele Vorteile. Steuerliche Begünstigung ist hier das Stichwort – von der Arbeitnehmer und Chef profitieren können. Aber – wie so oft – liegt die Herausforderung im Detail.

Um steuerlich eine Begünstigung zu erhalten, muss man nämlich einiges beachten. Hinzu kommt, dass die meisten Dienstrad-Leasing-Anbieter nicht über steuerliche Stolpersteine aufklären. So wird vornehmlich betont, dass man das teure Rad am Ende der Leasingzeit zu einem Bruchteil seines ursprünglichen Preises erwerben könne und man dabei bis zu 40% (!) spare! Das ist eine ganze Menge Geld - und dieses Versprechen ist leider zu schön, um wahr zu sein.

Diese und viele weitere Informationen zum Thema Dienstrad, seine Vorteile und Stolperfallen, haben wir in unserem Praxisratgeber aufbereitet – für Sie zum kostenfreien Download. Zusätzlich bieten wir einen Mustervertrag für Arbeitgeber zur Überlassung von Diensträdern an Mitarbeiter sowie eine Anbieterliste der bekanntesten Leasinganbieter.

Praxisratgeber Dienstfahrrad


Mit diesem Praxisratgeber geben wir Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen umfassenden Überblick rund ums Dienstrad. Lesen Sie, welche Schritte notwendig sind, um ein Dienstfahrrad-Modell in Ihrem Unternehmen zu etablieren. Dabei legen wir steuerliche Fallen offen und geben Tipps, wie man das Optimum herausholen kann. Sollten Sie sich für Leasing als Finanzierungsform entscheiden, nutzen Sie am besten unsere Anbieterliste als Entscheidungshilfe. Abschließend erhalten Sie von uns einen Mustervertrag an die Hand, den Sie als Arbeitgeber gerne als Grundlage für die Überlassungsverträge an Ihre Arbeitnehmer verwenden dürfen.

Als Arbeitgeber erfahren Sie:
• ob es sich für Sie lohnt, ein Dienstfahrrad anzuschaffen
• welche für Sie die beste Finanzierungform ist und
• welche Schritte notwendig sind, um ein Dienstrad-Modell in Ihrem Unternehmen einzuführen.

Als Arbeitnehmer erfahren Sie:
• ob Sie günstiger an Ihr Wunschrad kommen, wenn Sie mit Ihrem Chef sprechen
• welche vertraglichen Regelungen auf Sie zukommen
• worauf Sie achten müssen, damit für Sie kein steuerlicher Nachteil entsteht

>> „Praxisratgeber Dienstfahrrad“ – Jetzt kostenfrei herunterladen! <<

Dienstrad statt Dienstauto: gute Gründe für Arbeitgeber

Arbeitgeber sparen Lohnnebenkosten, wenn das Dienstrad im Rahmen einer Gehaltsumwandlung dem Arbeitnehmer überlassen wird. Aus diesem Grund sind Dienstfahrräder auch eine gute Alternative zur Gehaltserhöhung. Anstatt dem Arbeitnehmer also 100 Euro mehr Gehalt auszuzahlen und zusätzlich ca. 20 Euro Sozialversicherungsbeiträge abzuführen, stellt man einfach ein Fahrrad zur privaten Nutzung zur Verfügung und spart sich die Sozialversicherung. Insbesondere wenn der Spielraum in einer Gehaltsverhandlung ausgereizt ist, kann das Dienstfahrrad eine Möglichkeit sein, dem Arbeitnehmer doch noch entgegen zu kommen, ohne zu hohe Kosten zu verursachen.
Dem Angestellten ein Dienstrad anzuschaffen ist eigentlich für jeden Chef eine Überlegung wert. Denn wer möchte nicht gerne als umwelt- und arbeitnehmerfreundlich nach außen tre¬ten und mit zufriedenen und gesunden Mitarbeitern punkten? Ein Dienstfahrrad ist ein gutes Mittel zur Mitarbeiterbindung.

Premium E-Bike statt Auto: gute Gründe für Arbeitnehmer

Wer kann sich schon ein hochwertiges Cross-E-Bike, ein 7kg-Carbon-Rennrad oder ein Pedelec für über 3.000 Euro leisten? Das Dienstrad-Modell macht so etwas möglich. Auch Arbeitnehmer können mit dem Dienstfahrrad-Argument in Gehaltsverhandlungen gehen – und den Arbeitgeber dazu bringen, dass er die Kosten (oder einen Teil davon) übernimmt. Auf diese Weise kann sich der Arbeitnehmer mit der Option Dienstrad eine hochwertige Alternative zum Dienstfahrzeug erhandeln und so zu seinem Wunschrad, zum Beispiel einem E-Bike, kommen. Abhängig von der Verhandlungsstärke des Arbeitnehmers übernimmt der Arbeitgeber die Kosten ganz oder der Arbeitnehmer kann sein Wunschrad wenigstens etwas günstiger finanzieren.

Weitere gute Gründe, aber auch Stolperfallen, finden Arbeitgeber und Arbeitnehmer in unserem kostenfreien „Praxisratgeber Dienstfahrrad“.
>> Download <<

Warum ist das Dienstrad steuerlich von Vorteil?

Warum die 1%-Methode von Vorteil ist, wird deutlich, wenn man die Alternative bedenkt: Ohne Pauschalierung müsste man die Privatnutzung exakt berechnen und dazu ein Fahrtenbuch führen. Das ist nicht nur schwer umzusetzen. Und wer fährt schon ein Fahrrad überwiegend dienstlich?

Mit der Einführung der 1%-Methode für Dienstfahrräder muss der Arbeitnehmer nun lediglich monatlich 1 Prozent der auf hundert Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung (brutto) des Rads versteuern. Und dabei spielt es keine Rolle, wie häufig (oder eher wie selten) das Fahrrad tatsächlich beruflich genutzt wird.

Tipp: Wer sich nicht entscheiden kann, ob er lieber einen Dienstwagen fahren oder mit dem Dienstrad unterwegs sein möchte: Es ist kein Problem, sowohl das Auto als auch das Fahrrad zu haben. Auch zwei Dienstfahrräder sind möglich.

Der Weg zum Steuervorteil – so machen Sie es richtig!
Wie gelingt es dem Arbeitgeber möglichst einfach und rechtlich sicher, Dienstfahrräder für seine Mitarbeiter anzuschaffen? Und wie stellt man sicher, dass der Steuervorteil erhalten bleibt? Das ist eine Herausforderung – aber gar nicht so schwer, wenn man weiß, worauf es ankommt. .
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Finanzierungsformen

Wichtig ist natürlich die „richtige“ Form der Anschaffung. In unserem „Praxisratgeber“ nehmen wir die verschiedenen Möglichkeiten zur Anschaffung von Dienstfahrrädern unter die Lupe.
a) Der Arbeitgeber kauft das Fahrrad
b) Der Arbeitgeber finanziert das Fahrrad durch Darlehen
c) Der Arbeitgeber wählt zum Fahrradleasing
Prüfen Sie, welche Finanzierungsform für Ihr Unternehmen die beste ist. Das hängt zum Beispiel auch von der finanziellen Lage Ihres Unternehmens ab. Wir geben Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand, damit Sie wissen, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Überlassungsvertrag mit Arbeitnehmer

Der Arbeitgeber muss zunächst einen Leasingvertrag oder einen Kaufvertrag mit dem Fahrradhändler schließen. Damit der Arbeitnehmer damit losradeln kann, muss der Arbeitgeber es ihm im zweiten Schritt überlassen. Üblicherweise erfolgt dies durch einen schriftlichen Überlassungsvertrag, eine Anlage zum Arbeitsvertrag. Hier müssen einige Punkte zwingend geregelt werden, damit es mit der steuerlichen Behandlung als Dienstfahrrad und dadurch mit dem Steuervorteil klappt.
Dazu gehören z.B. das Modell, die Frage, inwieweit der Arbeitgeber die Kosten übernimmt oder die Bedingungen, unter denen das Fahrrad zurückgegeben werden muss. Zusätzlich kann der Chef noch weitere Dinge mit dem Angestellten regeln. Er kann ihn zum Beispiel zum Tragen eines Helms verpflichten oder festhalten, dass das Dienstfahrrad mit dem Firmenlogo gebrandet wird.

Achtung Steuerfalle! Schaut man sich die Vergleichsrechner vieler Leasing-Fachhändler an, werden dort oft Ersparnisse von 30 bis 40 Prozent für den Arbeitnehmer errechnet – im Vergleich zwischen Leasing über drei Jahre und einem Neukauf. Hier verbirgt sich aber eine Falle! In diesen Rechnungen wird immer der Verkauf des Rades nach drei Jahren an den Arbeitnehmer zum Preis von 10 (oder gar 4) Prozent vom aktuellen Listenpreis einbezogen. Dabei wird übersehen, dass das drei Jahre alte Fahrrad deutlich mehr wert ist. 50 Prozent des Neuwerts sind am Markt da keine Seltenheit. Und hier liegt der Hund begraben: Denn diesen Vorteil muss der Arbeitnehmer in seiner Steuererklärung als geldwerten Vorteil versteuern! Außerdem ist der tarsäcliche Wert schwer zu bestimmen, da es keine Schwacke-Liste für Fahrräder gibt. Ärger mit dem Betriebsprüer ist vorprogrammiert. 

Wie viel er am Ende dann wirklich spart, ist viel weniger, als von den Leasing-Anbietern kommuniziert wird. Hier werden dem Arbeitnehmer wichtige Informationen vorenthalten.

Erfahren Sie in unserem Praxisratgeber, wie hoch (oder niedrig) die eigentliche Ersparnis wirklich ist.

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Inklusive: Muster-Überlassungsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Auch beim Überlassungsvertrag müssen Sie zwingend einige Regeln beachten, damit der Steuervorteil erhalten bleibt! Welche Regeln das sind und wie der Vertrag aussehen muss, damit keine wichtigen Punkte unter den Tisch fallen, haben wir in unserem kostenfreien Ratgeber zusammengefasst.

Inklusive: Anbieterliste im Praxisratgeber
Es gibt mittlerweile eine Reihe von Fachhändlern, die einen Rundum-Service zur Abwicklung des Dienstrad-Leasings übernehmen. Wir haben uns einmal die größten davon angeschaut.

Die wichtigsten Funktionen und Inhalte haben wir in einem Vergleich erfasst: Das betrifft alles rund um das Thema Verträge, Versicherungen und Wartung. Weiterhin haben wir geschaut, welche besonderen Services angeboten werden. Zuletzt haben wir im Zusammenhang mit den dargestellten Vorteilsrechnern konkret untersucht, inwieweit die Anbieter den User über die steuerrechtlichen Anforderungen informieren.

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