Aufmerksamkeiten

Wenn ein freudiges Ereignis ansteht, machen einen Arbeitnehmer nicht nur Geschenke von Familie und Freunden glücklich. Auch eine Aufmerksamkeit des Arbeitgebers kommt gut an. Aufmerksamkeiten sind Zuwendungen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer. Zu jedem persönlichen Ereignis des Arbeitnehmers, z. B. Geburtstag, Hochzeit oder Geburt des Kindes, kann der Arbeitgeber diesem eine Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Ab dem 1.1.2015 wurde die Freigrenze von 40,00 Euro auf 60,00 Euro (inkl. Umsatzsteuer) je Ereignis angehoben. Wird die Freigrenze nicht überschritten, ist die Aufmerksamkeit für den Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Es können auch mehrere Ereignisse in einem Monat vorliegen.

Beispiel: Arbeitnehmer Herr Dankbar erhält von seinem Chef Herrn Großzügig anlässlich seines Geburtstags im Juli eine Flasche Wein zum Bruttowert von 38,00 Euro. Außerdem hat Herr Dankbar im Juli geheiratet und zu diesem Anlass von Herrn Großzügig eine Vase mit Blumenstrauß geschenkt bekommen. Die Vase kaufte Herr Großzügig zum Bruttopreis von 35,00 Euro und den Blumenstrauß für 25,00 Euro.
Beide Ereignisse sind einzeln zu bewerten und liegen unterhalb der Freigrenze von 60,00 Euro je Ereignis. Die Aufmerksamkeiten von Herrn Großzügig sind für Herrn Dankbar lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Was ist, wenn der Freibetrag überschritten wird?

Wird die Freigrenze bei einem Ereignis überschritten, muss der gesamte Betrag für dieses Ereignis als zusätzlicher lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn abgerechnet werden. Abweichend ist auch eine pauschale Versteuerung durch den Arbeitgeber in Höhe von 25 % möglich. Als Arbeitgeber können Sie die Betriebsausgabe in jedem Fall geltend machen.

Beispiel: Arbeitnehmer Herr Dankbar bekommt anlässlich seiner Hochzeit von seinem Arbeitgeber Herrn Großzügig zwei Sektgläser mit einer Flasche Champagner geschenkt. Die zwei Sektgläser kaufte der Arbeitgeber zum Bruttowert von 10,00 Euro und den Champagner für 55,00 Euro.
Das Geschenk von Herrn Großzügig überschreitet die Freigrenze von 60,00 Euro und ist entweder von Herrn Großzügig oder Herrn Dankbar zu versteuern.

 

Info: Aufmerksamkeiten werden nicht auf den monatlichen Sachbezug angerechnet.

Achtung! Geldgeschenke sind stets steuer- und sozialversicherungspflichtig.

 

 

Stand: 05.06.2015

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