Gleitzone

Beitragsermäßigung bis 850 EUR Bruttogehalt

Die sogenannte Gleitzone soll verhindern, dass Arbeitnehmer beim Überschreiten der 450-Euro-Grenze sofort mit dem vollen Sozialversicherungsbeitragsanteil von 20,175% (20,425% bei kinderlosen Arbeitnehmern) belastet werden. Das Nettoeinkommen wäre dann bei 600 EUR kaum höher als bei 450 EUR. Deshalb steigt der Beitragssatz in dieser Zone nur „gleitend“ an. Für den Arbeitgeber gilt diese Einschränkung nicht, er hat ab 450,01 EUR seinen Anteil am Gesamt Sozialversicherungsbeitrag in gewohnter Höhe zu tragen (19,275% ohne Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung und Umlagen für Krankheit, Mutterschaft und Insolvenzgeld, also sogar weniger als seine pauschale Abgabe von 30% bei 450 Euro-Jobs). Wie erheblich die Auswirkungen der Gesetzesänderung sind, zeigt das Folgende Beispiel:

Beispiel
Ein verheirateter Arbeitnehmer mit einem Kind erhält ein Bruttogehalt von 600,00 EUR. 
Aufgrund der Gleitzonenregelung ergibt sich für ihn im Januar 2014 ein Arbeitnehmeranteil von 94,46 EUR während der Arbeitgeber bereits 115,65 EUR zu bezahlen hat. Der Arbeitnehmer spart monatlich 26,59 EUR.

Tipp: Wer eine Beschäftigung bis zum oberen Grenzwert der Gleitzone (850 EUR) ausübt, kann gegenüber seinem Arbeitgeber auf die Anwendung der Gleitzonenregelung bei der Rentenversicherung verzichten. Der  Arbeitnehmer zahlt dann zur Rentenversicherung den vollen Arbeitnehmeranteil, der auf das gezahlte Entgelt entfällt. In der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sind weiterhin die ermäßigten Beiträge zu zahlen. Aber Achtung: Der Vorteil aus einem Verzicht ist minimal.

Kostenloser Download: Gleitzone

 

Stand 20.01.2014

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