Inland im Sinne des Umsatzsteuerrechts

Das Inland umfasst das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Alle Gebiete, die nicht zum Inland gehören, sind Ausland oder Gemeinschaftsgebiet.

Die Gebiete Büsingen und die Insel Helgoland gehören nicht zum Inland im umsatzsteuerlichen Sinn. In anderen steuerlichen Gebieten gilt diese Einschränkung nicht. So sind diese Gebiete z.B. im Einkommensteuerrecht Inland.
Auch Freihandelszonen sind nichtInland. Das sind in Deutschland die Freihäfen. Nachdem immer mehr dieser Freihandelszonen abgeschafft wurden, sind aktuell nur noch die Freihäfen Cuxhaven und Bremerhaven deutsche Freihandelszonen.

Sowohl die Freihäfen als auch die Gebiete Büsingen und die Insel Helgoland sind damit Drittland.
Gewässer und Watten zwischen der Hoheitsgrenze und der jeweiligen Strandlinie gehören hingegen zum Inland.

Wird eine Leistung nicht im Inland ausgeführt, ist sie in Deutschland damit nicht steuerbar. Allerdings liegt regelmäßig in dem Land, in dem diese Leistung ausgeführt wurde, eine Steuerbarkeit vor. Das hat zur Folge, dass diese Leistung in dem anderen Land der Umsatzbesteuerung unterliegt.

Kleinunternehmerreglung

Da die Kleinunternehmerregelung nur in Deutschland anwendbar ist, kann eine Leistung, die außerhalb von Deutschland erbracht wurde, dort zu einem steuerbaren und steuerpflichtigen Umsatz führen, obwohl die inländischen Umsatzgrenzen eingehalten werden. Nur die im Inland ausgeführten Umsätze fallen unter die Kleinunternehmerregelung. Werden Umsätze innerhalb der Europäischen Union oder im Drittland ausgeführt, gehen diese Umsätze nicht in die Berechnung der Umsatzgrenzen von 17.500 Euro oder 50.000 Euro ein

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