Innenumsatz

Im Umsatzsteuerrecht liegt immer dann ein Innenumsatz vor, wenn ein Unternehmer eine Leistung an sein eigenes Unternehmen ausführt. Unabhängig von der Anzahl und der Vielfältigkeit der unternehmerischen Tätigkeiten, hat ein Unternehmer immer nur ein Unternehmen im Umsatzsteuerrecht. Hierin unterscheidet sich das Umsatzsteuerrecht vom Einkommensteuerrecht. Im Einkommensteuerrecht können mehrere unternehmerische Tätigkeiten vorliegen, die unabhängig voneinander betrachtet werden. Der Unternehmer gibt auch immer nur eine Umsatzsteuererklärung ab. In dieser werden alle Umsätze seiner gesamten unternehmerischen Tätigkeit gemeldet. Hat ein Unternehmer mehrere Unternehmen, müssen die umsatzsteuerrelevanten Werte zusammengefasst werden.

Beispiel eines Innenumsatzes: Der Unternehmer betreibt ein Hotel und eine Fleischerei. Liefert die Fleischerei an das Hotel Lebensmittel, liegt ein Innenumsatz vor.
Folge: Der Innenumsatz ist nicht steuerbar. Es liegt somit innerhalb der Unternehmen kein umsatzsteuerrelevanter Vorgang vor.

Sonderregelung für Kleinunternehmer

Für Kleinunternehmer wird der Innenumsatz deshalb nicht in die Berechnung der Umsatzgrenzen von 17.500 Euro für das Vorjahr und 50.000 Euro für das laufende Jahr mit einbezogen, da er nicht steuerbar ist.

 

Stand: 08.04.2015

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