Innergemeinschaftliche Lieferung

Eine innergemeinschaftliche Lieferung liegt immer dann vor, wenn ein Unternehmer einen Gegenstand innerhalb der Europäischen Union an einen anderen Unternehmer verkauft.
Die innergemeinschaftliche Lieferung eines Gegenstandes ist für den Verkäufer in aller Regel steuerfrei.

Beispiel: Der spanische Unternehmer bestellt einen PC bei einem deutschen Unternehmer. 
Der deutsche Unternehmer liefert den bestellten PC an den spanischen Unternehmer umsatzsteuerfrei.
Der spanische Unternehmer muss die spanische Umsatzsteuer für den Kauf abführen und kann gleichzeitig die Vorsteuer abziehen.

Ist der Käufer kein Unternehmer, sondern eine Privatperson aus der Europäischen Union, ist der Kauf keine innergemeinschaftliche Lieferung.

Beispiel: Der deutsche Unternehmer liefert den PC an eine spanische Privatperson.
Der PC wird mit der deutschen Umsatzsteuer an die spanische Privatperson verkauft.
Der Unternehmer muss allerdings die spanische Lieferschwelle beachten.

Rechnungen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen

Liegt eine innergemeinschaftliche Lieferung vor, muss in der Rechnung des Verkäufers auf die Steuerbefreiung hingewiesen werden. Außerdem muss der Verkäufer nachweisen können, dass dieser Gegenstand auch tatsächlich beim Empfänger angekommen ist. Der Käufer muss dem Verkäufer schriftlich bestätigen (Gelangensbestätigung), dass der den Gegenstand erhalten hat.
Der Leistungsempfänger muss seine ausländische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben. Erst dadurch ist die innergemeinschaftliche Lieferung steuerfrei. Fehlt diese USt-ID, liegt eine normale Lieferung vor, die durch den Verkäufer in seinem Land zu versteuern ist.
Nur bei Lieferungen ist diese Steuerbefreiung möglich. Werden sonstige Leistungen ausgeführt, ist der Ort der Leistung anders zu bestimmen.   

Stand: 17.04.2015

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