Ist-Versteuerung

Bei der Ist-Versteuerung wird die Umsatzsteuer erst dann fällig, wenn die Zahlung des Kunden eingegangen ist. Im Gegensatz dazu muss bei der Soll-Versteuerung die Umsatzsteuer schon dann abgeführt werden, wenn die Dienstleistung erbracht wurde, selbst wenn noch kein Zahlungseingang stattgefunden hat.

Unternehmer können zwischen der Ist- und der Soll-Versteuerung wählen.
Damit die Ist-Versteuerung angewendet werden kann, darf der Umsatz (netto) im Vorjahr nicht größer als 500.000 Euro gewesen sein. Bei Unternehmensgründung, kann sofort im steuerlichen Erfassungsbogen zwischen den beiden Möglichkeiten gewählt werden und so die Ist-Versteuerung beantragt werden.

Empfehlung: Wenn möglich, sollten Sie die Ist-Versteuerung wählen. Die Soll-Versteuerung kann insbesondere kleinere Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten bringen.

Beispiel: Der Kunde kauft einen PC im Januar 2015 auf Rechnung und vereinbart mit dem Verkäufer, dass die Rechnung erst zum April beglichen werden muss. Die Umsatzsteuer muss monatlich zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt abgeführt werden.

Soll-Versteuerung: Die Umsatzsteuer ist zum 10.02.2015 an das Finanzamt abzuführen.

Ist-Versteuerung: Die Umsatzsteuer ist zum 10.05.2015 an das Finanzamt abzuführen, falls der Kunde im April tatsächlich die Rechnung bezahlt hat.

 

Stand: 08.04.2015

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