Nullmeldung

Müssen Unternehmer Umsatzsteuervoranmeldungen oder Lohnsteueranmeldungen vornehmen, sind sie auch dann dazu verpflichtet, wenn in einem Monat mal keine Umsatzsteuer oder Lohnsteuer angefallen ist. Es wird eine Nullmeldung abgegeben.

Lohnsteueranmeldung

Ist keine Lohnsteuer anzumelden und muss eine Nullmeldung abgegeben werden, sind in den Zeilen 16, 18 und 23 des Lohnsteueranmeldeformulars Nullen einzutragen.

Umsatzsteuervoranmeldung

Sind weder Umsätze entstanden, noch kann kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden, ist in die Zeile 68 des Umsatzsteuervoranmeldeformulars eine 0 einzutragen.
Wird die Umsatzsteuervoranmeldung über das Elster Formular online ausgefüllt, dürfen in weiteren Feldern keine Eintragungen mit einer 0 vorgenommen werden, wenn dort keine Umsätze erzielt wurden. Werden weitere Felder mit dem Wert 0 ausgefüllt, erscheinen Fehlermeldungen.

Nullmeldung als Fristverlängerung

Wird eine Nullmeldung nur deshalb abgegeben um die Frist einzuhalten, obwohl Beträge anmeldepflichtig gewesen sind, liegt Steuerhinterziehung vor, zumindest dann, wenn eine korrekte Anmeldung zu einer Zahllast geführt hätte. Die Steuerhinterziehung ist eine Straftat und darf auch nicht durch Dritte (z. B. Angestellte) auf Anweisung des Vorgesetzten durchgeführt werden, wenn dem Dritten bekannt war, das diese Meldung nicht korrekt gewesen ist. Wird statt einer Nullmeldung eine geschätzte Steueranmeldung vorgenommen, liegt auch eine falsche Steueranmeldung vor. Auch hierbei ist bei einer zu geringen Schätzung der Straftatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt.

 

Stand: 19.05.2015

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