Pkw-Nutzung durch Arbeitnehmer

Wird dem Arbeitnehmer neben den Gehaltszahlungen ein Pkw unentgeltlich zur privaten Nutzung von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, stellt dies einen geldwerten Vorteil dar. Dieser geldwerte Vorteil gehört zum Gehalt. Die unentgeltliche Nutzung stellt einen geldwerten Vorteil dar.

Beim Arbeitnehmer erhöht die private Nutzung das Bruttogehalt. Damit erhöhen sich auch die Lohnsteuer und die Abzüge der Sozialabgaben. Es kommt deshalb zu einem geringeren Nettogehalt.

Beispiel: Der Arbeitnehmer hat ein Bruttogehalt von 2.500 Euro. Nach Abzug der Steuern und der Sozialabgaben hat der Arbeitnehmer ein Nettogehalt von 1.620,39 Euro.

Brutto:     2.500,00 Euro
Steuern:   - 341,82 Euro
Sozialabgaben: - 511,88 Euro
Netto (wird ausbezahlt):
                         1.646,31 Euro


Dem Arbeitnehmer wird ein Pkw zur Verfügung gestellt. Der geldwerte Vorteil beträgt 550 Euro.
Dem Bruttogehalt ist für die Ermittlung der Höhe der Lohnsteuer und der Sozialabgaben der geldwerte Vorteil hinzuzurechnen. Nach Abzug der Lohnsteuer und der Sozialabgaben muss der geldwerte Vorteil vom Nettogehalt abgezogen werden, da dieser Vorteil nicht ausgezahlt wird, sondern die Nutzung selbst die Gehaltsvergütung ist. Das Nettogehalt sinkt somit auf 1384,15 Euro.

Brutto:  2.500,00 Euro
geldwerter Vorteil: 550,00 Euro
Bruttoarbeitslohn: 3.050,00 Euro
Steuern: - 491,36 Euro
Sozialabgaben: - 624,49 Euro
Abzug des geldwerten Vorteils: - 550,00 Euro
Netto (wird ausbezahlt):  1.384,15 Euro

Ermittlung des geldwerten Vorteils

Fahrtenbuchmethode: Wird ein Fahrtenbuch geführt, wird der geldwerte Vorteil anhand der tatsächlich entstandenen Kosten des Pkw berechnet. Dazu zählen neben dem Kraftstoff und den Wartungskosten auch die Abschreibung, die Kfz-Steuern und die Kfz-Versicherung sowie alle weiteren angefallenen Kosten. Hat der Arbeitgeber ein Darlehen zur Finanzierung aufgenommen, müssen die Zinsen auch hinzugerechnet werden.

1%-Methode: Wird kein Fahrtenbuch geführt, kommt die 1%-Methode zur Anwendung. Dabei wird 1 % vom Bruttolistenpreis des Fahrzeugs monatlich als geldwerter Vorteil dem Bruttogehalt hinzugerechnet. Die tatsächlich entstanden Kosten werden nicht in die Berechnung mit einbezogen. Wurde ein Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß geführt, wird auch die 1%-Methode angewendet. 

 

Stand: 14.05.2015

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