Rückstellungen

Rückstellungen sind für Verbindlichkeiten zu bilden, die erst in Zukunft entstehen werden. Weder der genaue Zeitpunkt noch die Höhe ist bei Bildung der Rückstellung bekannt. Die Rückstellung gehört zum Fremdkapital und mindert bei der Bildung den Gewinn des Unternehmens. Sie wirkt sich somit auf die Steuerlast des Unternehmens aus.

Beispiel: Am 31.12.2016 fällt die Heizungsanlage in einem Unternehmen aus. Da an diesem Tag kein Heizungsinstallateurbetrieb mehr zu erreichen war, wurde die Heizungsanlage erst am 05.1.2017 repariert.
Das Unternehmen hat eine Rückstellung zu bilden. Am Bilanzstichtag (31.12.2016) war den Unternehmen nur bekannt, dass eine Verbindlichkeit entstehen wird. Weder der genaue Zeitpunkt der Reparatur noch die Höhe der Reparaturkosten ist an diesem Tag bekannt gewesen.
Die Rückstellung ist in 2017 wieder auszulösen und die tatsächlichen Aufwendungen einzubuchen.

Die Bildung von Rückstellungen ist gesetzlich vorgeschrieben. Dabei unterscheidet sich das Handelsrecht vom Steuerrecht. Die handelsrechtlich vorgeschriebene Bildung einer Rückstellung kann steuerrechtlich verboten sein. Z. B. muss eine Drohverlustrückstellung handelsrechtlich gebildet werden. Steuerrechtlich ist die Bildung nicht zulässig. Daraus ergibt sich regelmäßig eine abweichende Steuer- und Handelsbilanz.

 

Stand: 19.01.2017

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