Sofortmeldung

Für verschiedene Branchen besteht eine Sofortmeldepflicht. Die Arbeitnehmer müssen vor Arbeitsbeginn angemeldet werden. Wird durch eine Kontrolle des Zolls festgestellt, dass Arbeitnehmer arbeiten und nicht angemeldet sind, liegt Schwarzarbeit vor, was ein hohes Bußgeld von bis zu 25.000 Euro zur Folge haben kann. Außerdem wird ein Strafverfahren eingeleitet.

Für folgende Wirtschaftszweige ist die Sofortmeldung vorgeschrieben:

  • Baugewerbe
  • Gaststätten und Beherbergungsbetriebe
  • Transport-, Logistik- und Speditionsunternehmen
  • Personenbeförderungsgewerbe (Taxiunternehmen)
  • Schaustellergewerbe
  • Forstwirtschaftliche Unternehmen
  • Gebäudereinigungsgewerbe
  • Fleischwirtschaft
  • Unternehmen, die den Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen vornehmen

Auch Arbeitnehmer die für einen dieser Betriebe arbeiten aber selbst nicht in diesem Bereich tätig sind, sind von der Sofortmeldepflicht betroffen (z. B. die Sekretärin eines Baubetriebs).

Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, sich jederzeit, während sie sich im Unternehmen aufhalten, ausweisen zu können. Der Arbeitgeber muss auf die Pflicht schriftlich hinweisen. Der Zoll darf bei einer Kontrolle diese schriftliche Belehrung einsehen. Der Sozialversicherungsausweis genügt zu Identifizierung nicht aus. Es muss mindestens ein Personalausweis oder ein Pass mitgeführt werden.

Sofortmeldepflicht nur per Internet

Die Sofortmeldung muss auf elektronischem Wege erfolgen und an die Rentenversicherung gesendet werden. Über die Webseite sv.net kann die Meldung erfolgen. Eine Meldung per E-Mail, Fax oder per Telefon ist möglich.

Gemeldet werden muss:

  • Nachname und Vorname
  • Versicherungsnummer (Ist diese nicht bekannt, der Geburtstag, Geburtsort und die aktuelle Anschrift.)
  • Betriebsnummer des einstellenden Unternehmens
  • Tag der Tätigkeitsaufnahme


Wird ein Arbeitnehmer angemeldet und das Arbeitsverhältnis kommt nicht zustande, ist eine Stornierung der Sofortmeldung vorzunehmen. Wurden fehlerhafte Daten gemeldet, muss umgehend eine Korrektur vorgenommen werden.

 

Stand: 04.05.2015

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