Soll-Versteuerung

Unternehmen, die umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringen, müssen die Umsatzsteuer bereits abführen, sobald die Leistungen ausgeführt wurden. Wann die Zahlung durch den Kunden erfolgt, spielt keine Rolle.
Werden Teilleistungen erbracht, muss die Umsatzsteuer nach Vollendung der Teilleistung angemeldet und abgeführt werden.

Wurde im Vorjahr ein Nettoumsatz von nicht mehr als 500.000 Euro erzielt, kann statt der Soll-Versteuerung auch die Ist-Versteuerung gewählt werden. Lag der Umsatz im Vorjahr bei nicht mehr als 17.500 Euro und wird im laufenden Jahr schätzungsweise ein Umsatz von maximal 50.000 Euro erzielt, kann die Kleinunternehmerregelung unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden.

Wann muss die Umsatzsteuer an das Finanzamt gezahlt werden?

Unternehmen müssen die Umsätze zum 10. des Folgemonats dem Finanzamt mitteilen und die Um­satzsteuer zu diesem Termin abführen, in dem die Leistung ausgeführt wurde.
Hat das Unternehmen im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 7.500 € Umsatzsteuer an das Finanzamt gemeldet, muss die Umsatzsteuer-Voranmeldung nur noch vierteljährlich erfolgen. Liegt die Umsatzsteuermeldung unter 1.000 € im Vorjahr, wird keine Umsatzsteuer-Voranmeldung vorgenommen. Die Umsätze werden mit der Umsatzsteuerjahreserklärung gemeldet.

 

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