Steuerliches Einlagekonto

Das Steuerliche Einlagekonten zeigt, welche früheren Einlagen durch die Gesellschafter/ Anteilseigner erbracht wurden. Es trennt die Einlagen der Gesellschafter/ Anteilseigner von dem Gewinn, das die Gesellschaft selbst erwirtschaftet hat.

Das steuerliche Einlagekonto besteht aus einem Anteil des Eigenkapitals der Kapitalgesellschaft, das die Gesellschafter eingebracht haben und das nicht in das Nennkapital (Stammkapital) der Gesellschaft eingeflossen ist.
Die Aufzeichnung erfolgt außerhalb der Bilanz in einer Nebenrechnung. Negative steuerliche Einlagekonten dürfen nicht geführt werden.

Wer muss ein steuerliches Einlagekonto führen?

Jede Kapitalgesellschaft die im Inland (Deutschland) eine Geschäftsleitung oder einen Geschäftssitz hat und dadurch unbeschränkt steuerpflichtig ist, müssen diese Konten führen. Auch Vereine und Genossenschaften können zur Führung verpflichtet sein.

Was muss erfasst werden?

Zu- und Abgänge, die die Gesellschafter selbst betreffen, werden erfasst. Dazu gehören unter anderem verdeckte Einlagen und verdeckte Gewinnausschüttungen, wie auch offene Einlagen, Ausschüttungen, Vorabausschüttungen, Nachschüsse bei GmbHs wenn diese in die Rücklagen eingestellt werden.

Ausschüttungen aus dem steuerlichen Einlagekonto

Die Kapitalgesellschaft erklärt mit der Körperschaftsteuererklärung auch das steuerliche Einlagekonto dem Finanzamt in einer gesonderten Feststellung.

Die Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto ist für die Gesellschafter steuerfrei. Wird hingegen eine Ausschüttung vorgenommen, die nicht aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgt, muss diese im Teileinkünfteverfahren versteuert werden.

Eine Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto kann erst dann erfolgen, wenn keine Rücklagen mehr vorhanden sind.

Wann muss die gesonderte Feststellung erfolgen?

Am Ende des Wirtschaftsjahres der Gesellschaft ist die Höhe des steuerlichen Einlagekontos gesondert festzustellen.
Im Anschluss erlässt das Finanzamt einen Bescheid über dieses Konto. Ist der Bescheid rechtskräftig geworden, ist eine spätere Änderung fast unmöglich.

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