Urlaub während einer Fortbildung

Macht ein Unternehmer oder ein Arbeitnehmer während oder nach einer Fortbildung am Ort der Fortbildung Urlaub, so müssen die Kosten aufgeteilt werden. Es liegt eine gemischte Nutzung vor, die zeitanteilig oder nach anderen geeigneten Maßstäben auf die Fortbildung und den Urlaub aufzuteilen sind.

Beispiel: Der Arzt aus Berlin hat eine Fortbildung in München besucht. Die Fortbildung fand ganztägig von Montag bis Freitag statt. Am Sonnabend und am Sonntag bleibt der Arzt zu Erholungszwecken in München. Die Kosten betrugen für das Seminar 3.500 Euro und für die Übernachtung und Fahrten 1.000 Euro.

Die Kosten für das Seminar von 3.500 Euro sind als Betriebsausgaben zu 100 Prozent abziehbar, weil diese nicht den privaten Urlaub betreffen. Die Kosten für die Übernachtung und die Fahrten sind aufzuteilen. Zeitanteilig sind 5 Tage der Fortbildung und 2 Tage dem privaten Urlaub zuzuordnen (1.000 / 7 Tage x 5 Tage = 714,29 Euro). 714,29 Euro stellen Betriebsausgaben dar. Die verbleibenden 285,71 Euro sind dem Unternehmer als Entnahme zuzuordnen.

 

Stand: 21.05.2015

zurück