Verdeckte Einlage

Verdeckte Einlagen sind nur bei Kapitalgesellschaften zu finden. Es handelt sich um einen körperschaftsteuerlichen Vorgang.

Legt ein Gesellschafter oder eine dem Gesellschafter nahestehende Person einen Gegenstand oder Geld in das Unternehmen ein, ohne dafür eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten, liegt eine verdeckte Einlage vor. Schließlich würde ein fremder Dritter keinen Gegenstand oder Geld in ein Unternehmen einlegen, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.
Damit eine verdeckte Einlage vorliegt, muss der eingelegte Gegenstand, bei der Gesellschaft bilanzierungsfähig sein. Der Gesellschafter darf auch im Gegenzug keine weiteren Gesellschaftsrechte erhalten.

Beispiel: Der Gesellschafter der GmbH verkauft seinen privaten Pkw an die GmbH für 10.000 Euro. Der Pkw hat einen Marktwert von 25.000 Euro.
In Höhe von 15.000 Euro liegt eine verdeckte Einlage vor, da der vergünstigte Verkauf auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhte. Außerdem ist der Pkw ein einlagefähiger Gegenstand, der bilanziert werden muss.

Wurde eine Einlage vorgenommen, weil sie durch den Gesellschaftsvertrag oder der Gesellschaftsversammlung beschlossen wurde, liegt nur eine Einlage, nicht jedoch eine verdeckte Einlage vor.

Auswirkungen einer verdeckten Einlage

Wird ein Wirtschaftsgut unentgeltlich vom Gesellschafter in die Gesellschaft eingelegt, erhöht das den Gewinn der Kapitalgesellschaft, da dieses Wirtschaftsgut in der Bilanz aufgenommen werden muss.
Eine verdeckte Einlage darf den Gewinn einer Kapitalgesellschaft aber nicht erhöhen.
Deshalb wird die verdeckte Einlage außerhalb der Bilanz wieder abgezogen.

 

Stand: 18.05.2015

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