Verspätungszuschlag

Ein Verspätungszuschlag kann erhoben werden, wenn eine Frist zur Abgabe einer Steuererklärung versäumt wird. Das Finanzamt darf bis zu 10 % der festgesetzten Steuer, maximal aber 25.000 Euro Verspätungszuschlag festsetzen.

Achtung: Die festgesetzte Steuer ist die komplette Umsatzsteuer, die im Kalenderjahr gezahlt werden muss oder bereits gezahlt wurde. Selbst wenn durch Umsatzsteuervoranmeldungen bereits alle Umsätze vollständig erklärt und bezahlt wurden, wird der Verspätungszuschlag auf die komplette festgesetzte Umsatzsteuer erhoben.
Das Finanzamt kann bei Nichtabgabe der Steuererklärung eine Steuerschätzung vornehmen.

Ermessensentscheidung des Finanzamtes

Ob und in welcher Höhe der Verspätungszuschlag festgesetzt wird, entscheidet das Finanzamt. Dabei muss auch die Dauer und die Häufigkeit von Fristüberschreitungen mit einbezogen werden. Wird eine Steuererklärung regelmäßig verspätet abgegeben, wird das Finanzamt den höchstmöglichen Rahmen ausschöpfen.

 

Stand: 11.05.2015

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